Vilafortuny (Vilafortuny auf Katalanisch und offizieller Name) ist derzeit eines der Wohngebiete in der Stadt Cambrils, einer Küstenstadt in Bajo Campo, in der Provinz Tarragona, in Katalonien (Spanien). Sie wird im Osten von Salou und im Norden von Vilaseca begrenzt. Mit seinen 5.503 Einwohnern ist es (2010) eine der am dichtesten besiedelten Wohngegenden der Costa Dorada und der katalanischen Küste. Seine Position ist 41º4′ N Breitengrad und 1º5′ E Längengrad.

Geschichte

Die letzten Überreste die man in dem Gebiete gefunden hat gehörten einem Stamm der Iberer, insbesondere den Cossetanos, die in dem Gebiet lebten (die alte Burg befindet sich heute noch dort). Es gab auch eine Besiedlung von Iberern in Cambrils, die in Zusammenhang mit der Stadt Oleastrum gebracht werden kann.

Dank den Funden wie einige Steinblöcke (die letzten beiden, die heute noch im Museum von Reus erhalten sind) gibt es somit auch Hinweise darauf, dass die Römer das Land bewohnt haben. Ein weiteres Indiz für die Römer ist die Existenz von römischen Grabsteinen, die im zwölften Jahrhundert beim Bau der Burg verwendet wurden und in der Gegend verteilt waren.

Seit 1152 ist dokumentiert, dass Vilafortuny zur gleichen Zeit wie Cambrils gegründet wurde. Es war ein kleiner Stadtkern, der einige Jahrhunderte lang existierte und eine eigene Einheit hatte. Es befand sich an dem selben Ort, wo das Schloss und seine direkte Umgebung heute noch erhalten sind.

Im 18. Jahrhundert ging die Bevölkerung dieser Altstadt jedoch durch Piratenangriffe und Malaria-Fieber zurück, bis sie 1763 gänzlich unbewohnt war. Allerdings hatte Vilafortuny in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (1846) bereits 40 ansässige Bürger, als es verwaltungstechnisch in die Stadt Cambrils integriert wurde.

Bereits im zwanzigsten Jahrhundert, Ende der 50er Jahre, fand die Erweiterung des Stadtteils mit dem Bau von Hunderten von Häusern, die als Zweitwohnung genutzt werden sollten, statt. Dadurch entstand eine ganz neue Landschaft, die aus weißen Häuser bestand, die in den ehemaligen Pinienwald gebaut wurden. Diese Investition wurde von der Firma Ruiz Mateos und CIA getätigt.

Geographie

Ort

Der Ort liegt an der Küste der Costa Dorada, im Nordosten von Cambrils. Es liegt in einem Gebiet, das durch die Riera de Riudoms (Fluss Riudoms) im Westen, die Mittelmeer-Autobahn im Norden, die Mittelmeerküste im Süden und die Riera de Barenys (Salou) im Osten begrenzt ist, wobei dieser trockene Fluss (“riera” auf Katalanisch) die Grenze des Bajo Campo mit den Tarragonen darstellt.

Geomorphologie

Die Ausdehnung des Landes weist in ihrem zentralen Teil einige kleine Erhebungen mit moderaten Unebenheiten auf. Der zentrale Innenbereich (Nordwesten) ist der höchste Teil und erreicht seinen höchsten Punkt an der Kreuzung der Siedlung mit der Mittelmeer-Autobahn, wo man einen alten Wachturm sehen kann.

Zwei trockene Flüsse befinden sich in der Nähe und mehrere unterirdische Wasserleitungssysteme durchqueren das Land. Die fruchtbarsten Böden in der Region sind teilweise im Landesinneren und höher gelegen. Sie sind praktisch die einzigen, die man für den Anbau verwendet. Die Böden der Küstenregion sind etwas trockener und salzhaltiger, aber für verschiedene Arten der Vegetation geeignet.

Im unteren Teil bilden 3 künstliche Sandstrände die Küstenlinie:

Esquirol Strand, Vilafortuny Strand und Cap de Sant Pere Strand. Diese Strände sind verbunden durch eine lange Strandpromenade, die von Cambrils nach Salou reichen und somit eine 1760 Meter lange und 40 Meter breite Küstenlinie bildet, die durch mehrere Stege und Wellenbrecher geschützt ist.

Biogeographie

In dem gesamten Gebiet findet man die Pinie (Piñonero), die typisch für die Mittelmeerküste und die repräsentativste Baumart der Gegend ist, die wir in kleinen Gruppen in der Umgebung und an der Küste finden.

Typische Bäume sind auch die Johannisbrotbäume, die in vielen Gebieten wachsen und aus nahe gelegenen Kulturen stammen, sowie Korkeichen, wilde Olivenbäume und Feigenbäume.

Städtebau

Praktisch alle folgenden Gebiete (Urbanisationen) sind Teil verschiedener Urbanisationen oder Gemeinschaften mit Landschaftsräumen: Baronía, Castells de Vilafortuny, Els Miralls de Vilafortuny, Els Tallats, Els ametllers, Eurogolden, Jardins de Vilafortuny, Mas d’en Bosch, Los Olivos Elisabeth, Pinar de Vilafortuny, Proacosa, Reus Mediterráni, Urcavisa, Vilafortuny II und Vilafortuny Playa.

Zugang

A 7 (Mittelmeer-Autobahn) Ausfahrt Cambrils-este
Alte Vilaseca – Cambrils. Aus Richtung Vilaseca und Salou
Weg des “Mas d’en Bosc”. Von Cambrils aus
Cavet de Barenys Straße. Aus Salou und Cambrils
Avenida Diputación (entlang der Küste). Aus Salou und Cambrils

Sehenswürdigkeiten

Schloss Vilafortuny

An der Avenida Vilafortuny gelegen und als Kulturerbe (Kulturerbe von nationalem Interesse in Katalonien) eingestuft, ist es eigentlich ein Verteidigungs- und Militärgebäude aus dem 12. Jahrhundert. Das Schloss befindet sich auf einer Anhöhe in Küstennähe. Der Seitenturm des Gebäudes namens Torre del Homenaje (Ehrenturm) ist ebenfalls ein Verteidigungsbauwerk und hat die Anregung für den Bau aus der Renaissance. Darin befinden sich römische Inschriften, die vor dem Bau von Ramon Berenguer IV. im zwölften Jahrhundert bestellten Burg entstanden sind.

Sie wurde in den 90er Jahren restauriert. Heute veranstaltet man dort Hochzeiten, Taufen und Kommunionen. Seine Gesamtfläche beträgt 1.665 m².

Kirche von Mas d’en Bosc

Erbaut aus den Resten der in 1194 erwähnten Kirchen Santa Maria de Barenys und Vilafortuny. Sie wurde im fünfzehnten Jahrhundert von Berberkorsaren zerstört. Erzbischof Cervantes von Gaeta genehmigte 1575 den Bau eines neuen Tempels, des Santa Maria del Mas d’en Bosc. Er wurde 1582 ebenfalls von Piraten geplündert aber nicht zerstört. Es handelt sich um ein kleines Gebäude aus der Renaissance, das auf der Westseite die Überreste eines kleinen alten Pfarrkirchhofs beherbergt, der von den Bewohnern von Barenys, Salou, Vilaseca, Vilafortuny und anderen kleinen Nachbarorten dank seines einfachen Zugangs am Ufer des Camino Real genutzt wurde. Das direkt vor der Einsiedelei gelegene Bauernhaus, der “Mas d’en Bosc”, wurde für die Pferde der Kutschen zur Erholung und zum Trinken von Wasser sowie als Gasthaus für Passanten genutzt.

Pfarrkirche Santa María de Vilafortuny

In der gleichnamigen Straße gelegen und 1960 im neokolonialen Stil erbaut.

Strände von Vilafortuny

Die Strände zeichnen sich durch ihre Promenade mit Palmen, Bänken und Fahrradwegen aus, die ganz Vilafortuny durchquert und die Küste von Salou bis Cambrils verbindet. Die meisten Strände sind ruhig und geräumig, wo Sie alle Arten von Dienstleistungen finden können:

Öffentliche Verkehrsmittel, Rotes Kreuz, Restaurants, lokale Polizei, Reinigung der Strände, Duschen, Unterkünfte, Hängematten, nautische Vermietung, Kioske, Sonnenschirme, Kinderbereiche, Paseo Marítimo, Camping, Mülleimer, Brunnen usw.

Festivals

Das wichtigste Fest des Jahres findet am 14. und 15. August statt.